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Grundwassermessstellen

Umweltschutz durch Messeinrichtungen

Einleitung in die Thematik

Grundwassermessstellen sind unverzichtbare Einrichtungen zur systematischen Beobachtung, Untersuchung und Bewertung des Grundwassers. Sie dienen dazu, den Grundwasserstand, die Fließrichtung sowie die chemische und physikalische Beschaffenheit des Wassers zuverlässig zu erfassen. Solche Daten bilden die Grundlage für wasserwirtschaftliche Planungen, den Schutz von Trinkwasserressourcen, die Beurteilung von Bauvorhaben, Umweltverträglichkeitsprüfungen sowie für Sanierungsmaßnahmen bei Altlasten und Schadensfällen. Ohne fachgerecht errichtete Messstellen wäre eine langfristige und belastbare Überwachung des Grundwassers nicht möglich.

Die Errichtung und der Betrieb von Grundwassermessstellen unterliegen in Deutschland strengen technischen Regeln und gesetzlichen Vorgaben, insbesondere dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) sowie einschlägigen DIN-Normen und DVGW-Arbeitsblättern. Ziel ist es, eine Beeinträchtigung des Grundwassers auszuschließen und gleichzeitig Messdaten von hoher Qualität zu gewährleisten. Entsprechend müssen Planung, Ausbau und Dokumentation nach dem Stand der Technik erfolgen.

Eine fachgerecht ausgebaute Grundwassermessstelle besteht in der Regel aus einem ausgebauten Bohrloch mit einem Filterrohr im grundwasserführenden Horizont, einer darüberliegenden Vollrohrstrecke sowie einer abgedichteten Ringraumverfüllung. Der Filterbereich wird mit geeignetem Filterkies umhüllt, um den Wassereintritt zu ermöglichen und gleichzeitig Feinsedimente zurückzuhalten. Oberhalb des Filterbereichs sind abdichtende Schichten (z. B. Ton- oder Zementabdichtungen) einzubauen, damit kein Oberflächenwasser oder Wasser aus anderen Grundwasserstockwerken eindringen kann. Den Abschluss bildet ein schützender Ausbau über Geländeoberkante, meist in Form eines abschließbaren Schutzrohres oder Schachtbauwerks, das die Messstelle vor Beschädigung, Verschmutzung und unbefugtem Zugriff sichert.

Besondere Aufmerksamkeit ist auf die Auswahl geeigneter Materialien, die korrekte Dimensionierung sowie die exakte Lage des Filterbereichs zu richten, da hiervon die Aussagekraft der späteren Messungen abhängt. Ebenso müssen hygienische und umweltrelevante Anforderungen eingehalten werden, um eine Kontamination des Grundwassers während der Bauarbeiten auszuschließen.

Die Herstellung von Grundwassermessstellen darf ausschließlich durch fachkundige und entsprechend zertifizierte Fachbetriebe erfolgen. Voraussetzung sind qualifiziertes Personal, geeignete technische Ausrüstung sowie die Einhaltung der anerkannten Regeln der Technik. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Messstelle dauerhaft funktionsfähig ist, verlässliche Daten liefert und keine Gefährdung für das Schutzgut Grundwasser darstellt.

Damit bilden fachgerecht geplante und errichtete Grundwassermessstellen eine zentrale Grundlage für den nachhaltigen Umgang mit einer unserer wichtigsten natürlichen Ressourcen – dem Grundwasser. Sie ermöglichen es, Veränderungen frühzeitig zu erkennen, Risiken zu bewerten und fundierte Entscheidungen für Umwelt, Infrastruktur und Versorgungssicherheit zu treffen.

Der Aufbau im Einzelnen

Vereinfachte Darstellung zur Übersicht

Grundwassermessstelle(GWM)–Schema(Schnitt)Ausbau:Vollrohr/Filterrohr,Filterkies(DIN4924),Ringraumabdichtung(Bentonit/Ton),VerpressungGeländeoberkanteSchicht1:Oberboden/AuffüllungSchicht2:Schluff/Ton(geringdurchlässig)Schicht3:Sand/Kies(Grundwasserleiter/Aquifer)GrundwasserspiegelSchutzrohr/Schachtkopf(abschließbar)Betonplatte/Kopfabschluss(frostschutzgerecht)Vollrohr(Steigrohr)Filterrohr/FilterstreckeSumpfrohr(optional,messstellenabhängig)BodenkappeFilterkies/Filtersand(DIN4924)Ringraumabdichtung(Bentonit/Ton)Verpressung/Dichtstrecke(z. B.Zement-Bentonit)Messpunkt/Bezug(z. B.MPamKopf)FilterlängeHinweis:Abmessungen/Materialiensindprojekt-undbehördenabhängig.FürQualitätsmessstellen:strikteTrennungderHorizontedurchRingraumabdichtung.
© Ambergauer Brunnenbau. Vereinfachtes Schema.

Komponenten & Ausbau (typisch)

  • Filterrohr / Filterstrecke im Grundwasserleiter (Aquifer) – ermöglicht Pegelmessung/Probenahme.
  • Vollrohr (Steigrohr) – führt zur Oberfläche, Messzugang.
  • Filterkies / Filtersand um die Filterstrecke (gewaschen, geeignet, nach DIN 4924).
  • Ringraumabdichtung (Ton/Bentonit) – verhindert hydraulische Kurzschlüsse zwischen Schichten.
  • Verpressung / Dichtstrecke oberhalb (z. B. Zement-Bentonit) – dauerhafte Abdichtung je nach Aufbau/Tiefe.
  • Schutzrohr/Schachtkopf (abschließbar) + Betonplatte – mechanischer Schutz, Oberflächenwasser abhalten.
  • Messpunkt (MP) – definierter Bezugspunkt für Wasserstandsmessungen.

Grundlage des Ausbaus sind „allgemein anerkannte Regeln der Technik“ und behördliche Vorgaben (z. B. Filterkies nach DIN 4924, Ringraumabdichtung mit Bentonit/Ton, QS-Leitfäden/LAWA-Empfehlungen). :contentReference[oaicite:1]{index=1}

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